Handwerker-Website in Düren: Was kostet das wirklich?
· von Kevin Stumpf

Die Frage höre ich in fast jedem Erstgespräch, meistens in den ersten fünf Minuten: „Und was kostet mich der Spaß jetzt?" Berechtigte Frage. Ehrliche Antwort: Es kommt drauf an — aber nicht so, wie du denkst.
Ich erkläre dir in diesem Artikel, was den Preis einer Handwerker-Website wirklich bestimmt, warum dir Google bei der Frage eher Angst macht als hilft, und warum einer meiner Kunden aus Düren mit einer komplett falschen Zahl im Kopf zu mir kam. Nach oben, wohlgemerkt.
Warum dir niemand eine Zahl sagt
Google mal „Website Kosten". Du findest alles: Baukasten ab null Euro, Agentur-Angebote im fünfstelligen Bereich, und tausend Blogartikel, die um den heißen Brei reden. Das liegt nicht daran, dass alle was verheimlichen — sondern daran, dass „eine Website" ungefähr so präzise ist wie „ein Bad sanieren".
Du würdest am Telefon ja auch keinen Festpreis fürs Bad nennen, bevor du weißt: Wie groß? Altbau oder Neubau? Wanne raus, Dusche rein? Genauso ist es bei Websites. Der Preis hängt an ein paar konkreten Fragen — und die schauen wir uns jetzt an.
Die vier Dinge, die den Preis wirklich treiben
1 · Visitenkarte oder Anfrage-Maschine?
Eine Seite, die nur sagt „uns gibt's, hier ist die Nummer", ist schnell gebaut. Eine Seite, die nachts um halb zehn die Anfrage der Kundin sauber aufnimmt, dich morgens mit einer fertigen Auftragsmappe begrüßt und nebenbei bei Google in Düren gefunden wird — das ist ein anderes Gewerk. Beides hat seine Berechtigung. Aber nur eins davon bringt dir aktiv Aufträge.
2 · Sind deine Inhalte schon da?
Texte, Fotos von der Baustelle, Referenzen, Bewertungen — wenn das alles erst entstehen muss, kostet das Zeit. Wenn du schon gutes Material hast, geht's schneller. Das ist wie beim Kunden, der die Fliesen schon gekauft hat: Die Arbeit bleibt, aber ein Posten fällt weg.
3 · Was passiert nach dem Livegang?
Eine Website ist kein Carport, den du einmal hinstellst und der dann zwanzig Jahre steht. Updates, Sicherheit, DSGVO, kleine Änderungen, neue Referenzen. Frag bei jedem Angebot: Wer kümmert sich danach — und was kostet das? Hier verstecken sich bei vielen Anbietern die wahren Kosten.
4 · Wer baut das Ding?
Große Agentur heißt: Projektmanager, Meetings, Zwischenabnahmen — und du zahlst jede Ebene mit. Baukasten heißt: billig bis kostenlos, aber du machst alles selbst, und gefunden wirst du meistens trotzdem nicht. Dazwischen gibt es Leute wie mich: Du sprichst direkt mit dem, der baut. Kein Stille-Post-Spiel, kein Wasserkopf.
Die Geschichte von Thomas Mager
Thomas Mager führt mit der Helmut Mager GmbH einen Heizungs- und Sanitärbetrieb in Düren, Meisterbetrieb seit 1987. Als wir uns das erste Mal zusammengesetzt haben, hatte er eine Zahl im Kopf: 12.000 bis 15.000 Euro. Das hatte er so gehört, das stand so in Angeboten, die er kannte — das war für ihn „der Preis für sowas".
Ne. Ist nicht so.
Die Wahrheit ist: Für einen Handwerksbetrieb wie seinen muss eine richtig gute Website keinen Kleinwagen kosten. Was Agenturen mit Großkunden-Strukturen aufrufen, hat mit dem zu tun, was ein Betrieb mit fünfzehn Leuten tatsächlich braucht — nämlich wenig. Thomas hat am Ende nicht nur eine neue Website bekommen, sondern ein Anfrage-System und eine eigene Betriebsapp dazu. Und lag trotzdem in einer ganz anderen Welt als seine ursprüngliche Zahl. Seine Bewertung dazu kannst du dir im Original anschauen — das Wort „unbezahlbar" stammt von ihm, nicht von mir.
Die Baukasten-Falle
„Aber Kevin, es gibt doch kostenlose Baukästen!" Stimmt. Und ich sage dir auch ehrlich: Für manche reicht das. Aber rechne mal anders: Wenn dir eine schlechte Website eine einzige Badsanierung im Jahr durch die Lappen gehen lässt, weil die Kundin dich nicht findet oder das Kontaktformular auf dem Handy nicht funktioniert — dann war „kostenlos" der teuerste Posten in deiner Bilanz.
Dazu kommt die Zeit. Abends nach der Baustelle noch am Baukasten rumschrauben? Du würdest deinen Kunden ja auch nicht empfehlen, die Gastherme selbst zu warten, „gibt ja YouTube".
Woran du ein faires Angebot erkennst
- Es gibt einen festen Preis vor Projektstart — keine offene Stundenabrechnung ins Blaue.
- Die laufenden Kosten stehen schwarz auf weiß drin — Hosting, Pflege, Änderungen.
- Du verstehst jede Position — wenn du dreimal nachfragen musst, was „SEO-Onboarding-Workshop" ist, lass es.
- Keine Knebelverträge — monatlich kündbar sollte normal sein, nicht die Ausnahme.
- Du redest mit dem, der's baut — nicht mit einem Vertriebler, der dich danach nie wieder sieht.
Und was kostet's jetzt bei mir?
Ganz bewusst: Hier im Artikel keine Zahlen. Nicht weil ich was verstecke — sondern weil ich dir keinen Preis für dein Bad nenne, bevor ich dein Bad gesehen habe. Was ich dir stattdessen anbiete: 15 Minuten, kostenlos, ehrlich. Du erzählst, was du brauchst, ich sage dir, was es bei mir kostet — als feste Zahl, mit allem drin. Meine komplette Preisliste bekommst du im Gespräch obendrauf. Und wenn ein Baukasten für dich reicht, sage ich dir auch das. Frag Thomas.